Reisen

Lewis Carroll & William Shakespeare

16. August 2017

Viele meiner Lieblingsautoren stammen aus Großbritannien, wie J. K. Rowling, Lewis Carroll, Jane Austen, Arthur Conan Doyle und auch William Shakespeare. Nicht nur wegen ihnen liebe ich es nach Großbritannien zu reisen, sondern auch wegen des Landes, der Städte, des Essens (und ja, das ist mein voller Ernst) und auch wegen der Menschen dort (sie sind unwahrscheinlich höflich und auch sehr kommunikativ, vor allem im Bezug zu Leuten, die sie nicht kennen). So war ich also letzte Woche wieder dort und habe meine beste Freundin Miss J. in Oxford besucht. (Ich bin wirklich neidisch auf sie, dass sie ein Praktikum in England macht)

Wir waren in unserer Schulzeit mal in Cambridge, und ohne jemanden nahe treten zu wollen, die beiden Städte sind sich doch in ihrer Grundstruktur und der Architektur sehr ähnlich, vor allem was das Stadtzentrum und die Colleges anbelangt. Das auf dem Photo ist übrigen das Christ College/Church und gleich gegenüber davon gibt es einen kleinen Alice in Wonderland Shop! Diesen Shop konnte ich natürlich nicht auslassen, und hab mal wieder zu viel gekauft – unter anderem vier Bilder, auf denen die Originalzeichnungen von Alice, der Grinsekatze, dem Hutmacher und des weißen Kaninchens zu sehen sind. Im Hintergrund ist das gesamte Buch ganz winzig gedruckt. Oh und der Mad Hatter Tee durfte natürlich auch nicht bei meinem Einkaufsbummel dort fehlen.

Neben den zahlreichen Colleges und Kirchen, kann man wunderbar in den vielen kleinen Shops einkaufen und eines der zahlreichen Cafés für eine Pause nutzen. Natürlich gibt es auch ein paar Must Have Sights – wie die Radcliffe’s Camera und die Seufzer Brücke. Es gibt auch eine Burg, aber die sind eher nicht so mein Fall.

 

Wie ich euch bereits erzählt habe, ist Miss J. dort zum Arbeiten und konnte sich daher nur einen Tag frei nehmen, also hatte ich einen Tag für mich und bin nach Stratford upon Avon gefahren, dem Geburtsort von William Shakespeare.
Je nachdem welche Zugverbindung man erwischt, kann es zwischen 1 h und 2 h dauern bis man dort ist. Man kann allerdings auch mit dem Bus fahren. (Da wir ein Interrail Ticket für diesen Urlaub hatten, kann ich euch leider nicht die genauen Preise sagen.)
Abgesehen von einer schönen Innenstadt, bestimmen die Häuser von Shakespeare die Stadt. Insgesamt gibt es 5 Häuser, die sich mit Shakespeare, seinem Leben, seinen Werken, seiner Zeit und auch seiner Familie beschäftigen. Am besten fängt man am Geburtshaus an – es ist am nächsten zum Bahnhof und man kann von dort aus am besten starten. (Es gibt ein Sammelticket für alle Häuser oder auch verschiedene Einzeltickets).

Im Geburtshaus findet man vor allem Informationen über Shakespeares Leben und seine Familie. Im Garten kann man auch eine Live Performance von Schauspielern sehen – als ich dort war, spielten sie gerade die berühmte Szene aus Hamlet.
Noch ein kleiner Tipp bevor es zum nächsten Haus geht – lasst euch von den vielen Besuchern nicht abschrecken. Je weiter ihr bei den Häusern voranschreitet, desto weniger Leute werden es, da sich die meisten nur das Geburtshaus ansehen.

Das New Place ist jenes Haus in das Shakespeare mit seiner Familie gezogen ist. Das Haus wurde zerstört, aber man hat versucht das Haus und seine Umbauten am Boden einzuzeichnen, sodass man sich die Größe vorstellen kann. Der Garten wurde wieder nachgebaut. Neben den Ausstellungsstücken zu Shakespeare, gibt es auch andere Kunstwerke zu bestaunen.


Das dritte Haus, dass sich im Stadtzentrum befindet, ist Hall’s Croft, das Haus seiner Tochter Susanna. Seine Tochter heiratete einen Arzt und so kann man in im Haus, nicht nur die Einrichtung zur Jakobiner Zeit erkunden, sondern auch die Gegenstände und andere Hilfsmittel mit denen Ärzte zu dieser Zeit gearbeitet haben. Der Garten beinhaltet viele unterschiedliche Kräuter und Heilpflanzen, die Dr. Hall angebaut und wohl auch verwendet hat, um seine Patienten zu behandeln.

Zwei Häuser sind noch übrig, wobei sich diese beiden Cottages außerhalb des Stadtzentrums befinden. Einerseits gibt es die Mary Arden’s Farm auf der auch Tiere gehalten werden und Anne Hathaway’s Cottage (auch wenn das mit dem Namen etwas verwirrend ist, ist hier von Shakespeares Frau die Rede). Die Farm habe ich ehrlich gesagt ausgelassen, weil sie mir zu weit weg war, aber ich habe versucht den Weg zum Cottage zu finden. Glücklicherweise hatte ich mir zuvor den Plan von der Website runtergeladen, denn es war nicht leicht zu finden. Im Cottage selbst war ich auch nicht, aber ich habe einen schönen Spaziergang durch den riesigen Garten mit Apfelbäumen, Gemüse und anderen Pflanzen gemacht. Alle paar Meter sind Bänke aufgestellt, auf denen man ein kurzes Päuschen einlegen und die Natur genießen kann.

Falls ihr auch sehr gerne in Museumsshops geht, kann ich euch die Shops der einzelnen Häuser nur empfehlen. Der größte ist, glaub ich jener im Geburtshaus, dort geht es auch am meisten zu. Aber auch die anderen haben eine große Auswahl und vor allem auch Sachen, die zum jeweiligen Haus passen. So habe ich zum Beispiel eine supersüße Nagelfeile in der Form eines Igels im Cottage gefunden – dort gibt es auch Igelfutter zu kaufen, falls jemand einen im Garten hat.

Nachdem ich doch ziemlich erschöpft war von den Besichtigungen und den unnötigen Metern, weil ich mich ein paar Mal verlaufen habe, habe ich mir im Café gegenüber dem Cottage einen Cream Tea gegönnt!

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