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A Wochnend auf da Hittn

Dieses Jahr hat sich meine Schwester etwas Besonderes für ihren Geburtstag überlegt – ein Wochenende auf einer Hütte mit ihren engsten Freunden und einem kleinen Teil der Familie. Ich muss zugeben, ich bin kein Fan von Bergen und Wandern, aber ich habe mich trotzdem darauf gefreut und ich muss gestehen, es hat mir sogar richtig gut gefallen.

Am Freitag nach der Arbeit haben wir 9 Mädels uns auf drei Autos aufgeteilt und sind zu einer Hütte am  Prebersee im Lungau gefahren. Die Familie, die sie vermietet, ist wirklich sehr nett, allerdings hätten wir uns vorab eine kleine Information bezüglich der Anfahrt gewünscht. Anfänglich war es noch eine normale Straße, aber dann ging es über eine Forststraße den Berg hinauf. Der Weg zur Hütte war ein echtes Abenteuer. Es war dunkel, eine Forststraße, es ging bergauf und plötzlich waren da drei Kühe, die haben mir ehrlich gesagt, den Rest gegeben. Ich finde sie schon bei Tageslicht leicht gruselig, aber im Finsteren war das nochmal was anderes.

Gut angekommen auf der Hütte gabs schon die nächste Challenge für uns Stadtkinder – den Holzofen anheizen. Ich gebs offen zu,wir sind kläglich gescheitert. Anfänglich war es wirklich frustrierend, da die Heizung, das Kochen und das Warmwasser an dem Ofen hingen, aber wir haben uns gut mit Decken eingepackt und uns einen schönen, lustigen Abend gemacht.

Am nächsten Morgen haben wir uns dem Feuer-Machen erneut gewidmet – dieses Mal mit Erfolg. Ich weiß, man soll sich nicht selbst loben, aber ich war echt stolz, als ich es geschafft habe – mein erstes Feuer! Aus Angst davor, dass es wieder ausgeht, haben wir gleich mehrere Töpfe mit Wasser auf den Herd gestellt und auch gleich die Pasta für den Abend gekocht. Ich muss zugeben, ich war ganz froh um die Ausrede mit dem Feuer, denn so konnte ich in der Hütte bleiben und den Tag zum Entspannen nutzen, während die anderen wandern waren.

Es war eine schöne Abwechslung mal keinen Internet- und Handyempfang zu haben. Ich hab mich mit einer dicken Decke und einer Tasse Tee auf die Terrasse gesetzt, gelesen und den Wolken beim Vorüberziehen zugesehen und auf das Feuer geachtet. Ein- zweimal ist es mir ausgegangen, aber pssst nicht verraten!

Am Abend haben wir uns dann um den riesigen Holztisch gesetzt, Spaghetti gegessen. Eigentlich wollten wir dann noch länger aufbleiben, was gemütlich Trinken und Quatschen, aber wir waren alle so fertig, dass wir uns im Endeffekt nur noch angegähnt haben und ziemlich bald ins Bett sind.

Ich sags euch, so gut hab ich schon lange nicht mehr geschlafen! Ich weiß nicht ob es an der frischen Luft, dem Zirbenbett, meiner generellen Erschöpfung oder einer Kombination von allen drei lag, aber es hat auf jeden Fall gut getan.

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