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[Werbung, unbezahlt] Prost Mädls!

Wenn es bei uns ein Familienessen gibt, gibts eigentlich immer nur Wein. Außer für mich – ich bin ehrlich gesagt, kein großer Weinfan, mir sind Radler und britische Cider einfach lieber. Bier hab ich immer mal wieder probiert, aber so richtig klick hats bis jetzt noch nicht gemacht.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich die Einladung von Zwettler zur Hopfenernte bekommen habe. Nicht nur, dass ich bisher noch nie ein Hopfenfeld gesehen habe, so habe ich doch eine gewisse Faszination für Bier entwickelt. Irgendwie ist es bei mir so wie bei Oliven. Sehr lange konnte ich sie nicht ausstehen, aber da es so viele gibt, die sie mögen, habe ich sie immer mal wieder probiert, bis sie mir schlussendlich geschmeckt haben. Seit dem steht immer ein Glas Oliven in meinem Kühlschrank.

Aber nun zurück zum Bier…

Als wir im Waldviertel ankamen, haben wir erstmal das Hopfenfeld erkundet, vieles von Karin, der zukünftigen Braumeisterin und den Bauern vor Ort, über die Verarbeitung von Hopfen gelernt und zum Abschluss eine unglaublich gute Jause in Kombination mit einer Bierverkostung genossen. Ich will euch allerdings keinen großen Vortrag über alles halten was ich gelernt habe, sondern euch einfach nur ein paar Sachen erzählen, die ich ganz spannend finde.

  • Wie sieht eigentlich so ein Hopfenfeld aus?
    Ich dachte ja immer das Hopfen als Busch oder so ähnlich wächst, aber nein, damit lag ich komplett falsch. Am Foto oben könnt ihr ein Hopfenfeld sehen. Die einzelnen Stöcke treiben im Frühjahr aus und im Laufe ihres Wachstums werden sie an einem Draht entlang bis zu 7 oder 8 m hoch gezogen. Es sieht ein bisschen wie ein Garten voller Luftpflanzen aus.
  • Für ein Seiterl braucht man übrigens nur eine Dolde.
  • Wenn man Dolden aufbricht, können Sie je nach Sorte zitronig oder sogar nach Gletscherzuckerl riechen.
  • Der Hopfen ist die Seele des Bieres – das Malz bildet den Körper.
  • Im Waldviertel gibt es 7 Hopfenbauern, wodurch es für die Brauerei Zwettler möglich ist, Bier zu brauen, dass nur aus regionalen Zutaten gemacht wird.
  • Bier brauen war eigentlich mal ein reines Frauenhandwerk. So bekamen Bräute oft einen Braukessel als Mitgift, um eigenes Bier herstellen zu können. Erst viel später übernahmen die Klöster und dadurch die Männer das Brauen von Bier.
  • Wenn man den bitteren Geschmack von Bier nicht von Anfang an mag, ist das nicht tragisch, da es oft der Fall ist, dass man sich erst an das Bittere gewöhnen muss. Also am Besten immer mal wieder probieren, bis sich eure Geschmacksnerven daran gewöhnt haben.

Während der Jause hatte ich das Glück mit Karin an einem Tisch zu sitzen und sie mit meinen Fragen zu löchern. Ich muss ehrlich sagen, sie hatte wirklich viel Geduld mit uns und hat uns alles so gut erklärt. Ich habe sie auch gefragt, ob sie mir sozusagen ein „Einsteiger-Bier“ empfehlen kann. Da ich gerne Cider trinke, hat sie mir ein belgisches Bier mit einer Himbeernote empfohlen, dass ich sicher probieren werde.

Von Zwettler haben wir vier Biere probiert – das Original, die Landpartie, das Saphir und das Sanjana. Am liebsten war mir das Zwettler Original und die Landpartie. Letzteres ist eine naturtrübe Sonderedition, die in Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Wirtshauskultur entstanden ist. Das spannendste und definitiv hopfigste Bier, das ich jemals gekostet habe, war das Indian Pale Sanjana. Als ich daran gerochen habe, habe ich mich richtig darauf gefreut es zu kosten, weil es für mich sehr süß, wie nach Sherry gerochen hat, aber der Geschmack, war das komplette Gegenteil – sehr hopfig und bitter.

So und jetzt geh ich mal wieder in die Küche und mach mir ein Bierchen auf – Prost ihr Lieben!

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